erstellt am: 18 Mai, 2017 | Kategorie(n): Zeugnisverweigerungsrecht

Fast im Knast – Fansozialarbeit braucht Schutzräume

Fast im Knast – Jugendsozialarbeit braucht Schutzräume
9. Jahrestagung von AWO-Passgenau findet am 17. und 18. Mai in Kaiserslautern statt

Kaiserslautern: Am 17. und 18. Mai treffen sich die Trägervertreter der Fanprojekte zu ihrer 9. Jahrestagung in Kaiserslautern. Zugleich findet auch die 1. Mitgliederversammlung des neu gegründeten Vereins AWO-Passgenau e.V. statt. Auf der zweitägigen Veranstaltung stehen Entscheidungen zur zukünftigen gesellschaftspolitischen Schwerpunktsetzung an.

Zudem wird am zweiten Tag über die Dringlichkeit des Zeugnisverweigerungsrechtes für die Mitarbeiter*innen in der Jugendsozialarbeit debattiert werden.

„Ein Zeugnisverweigerungsrecht für die Sozialarbeiter in der Fanprojektarbeit ist zwingend notwendig.“, betont Passgenau- Geschäftsführer Jörg Rodenbüsch und ergänzt: “Die Fachkräfte können ihrem staatlichen Auftrag der Jugendhilfe nicht vollumfänglich nachkommen, wenn der notwendige Vertrauensschutz staatlich nicht gewährt wird.“

Regelmäßig werden die Fanprojektmitarbeiter*innen durch staatliche Ermittlungsbehörden in ihrer Arbeit behindert. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Jugendsozialarbeiter in Leipzig telefonisch abgehört wurden.

„Wir erneuern unsere Forderung, dass die Jugend- und Sozialministerkonferenz sich dem Themenfeld der Fanprojektarbeit intensiv zuzuwenden hat und diese nicht der alleinigen Deutungshoheit der Innen- und Sportministerkonferenz überlassen wird.“, unterstützt Sven Klüsener, der Vorstandsvorsitzende von AWO-Passgenau, die Forderung nach dem Zeugnisverweigerungsrecht.

AWO- Passgenau hat zum Ziel, innerhalb der Arbeiterwohlfahrt Strukturen dafür zu schaffen, dass ein fachlicher Austausch insbesondere für Trägerverantwortliche gewährleistet wird. In den Phasen des Aufbaus und der Durchführung einer Trägerschaft durch die Arbeiterwohlfahrt kann für Fanprojektträger eine qualifizierte Beratung erfolgen. Zudem wird die soziale Fachkompetenz der Arbeiterwohlfahrt in ihrer Gesamtheit aktiviert, um an der Schnittstelle zum Sport neue Formen gesellschaftspolitischer Verantwortung zu beschreiben, zu konzeptionieren und zu realisieren.

ViSdP: Jörg Rodenbüsch: 0176-23156210